schon wieder

Er will ausziehen. Schon wieder.

Ich hab nicht mehr die Kraft dagegen zu reden.

Eine Hälfte von mir nimmt es nicht ernst. Er ist ja doch immer bei mir geblieben. Die andere schreit wie ein gequältes Tier laut in mich hinein.

Und ich fühle mich schuldig, weil ich denke, ich mach es mir zu einfach, wenn ich nicht versuche, was dagegen zu unternehmen. Aber ich weiß, dass es nicht so ist.

So oder so – ich könnte mich grade nicht anders verhalten.

Und wenn er wirklich auszieht… dann kann ichs ja doch nicht ändern! Ich kann nur versuchen, mich und L da halbwegs gut rauszuretten. Aber… es ist mal wieder nix spruchreif, die magischen Worte, unsere Beziehung zu beenden, die spricht er nicht aus. Feigheit? Keine Ahnung.  Kurzschlussreaktion mal wieder? Wahrscheinlich. Ich WEISS ES EINFACH NICHT!

Aber wie gesagt – und wenn. Natürlich leide ich dann. Natürlich will ich das nicht. Aber ich zwinge niemanden, bei mir zu bleiben. Das habe ich nicht nötig. Ich bin vielleicht nicht schön und in manchen Dingen echt psycho, aber ich bin schlau und liebevoll und abgesehen von meinen Tiefs habe ich auch nicht das Gefühl, das mir ein Monster aus dem Spiegel entgegenblickt. Ich habe viele Fehler und bin bestimmt nicht einfach, aber ich bin… glaube ich… wert, geliebt zu werden.

Es ist aufreibend.

 

~~~

 

Edit: Na huch.

Habe es geschafft, mal eine Ansage zu machen. Und siehe da, Mann will mich doch nicht verlieren und einige Dinge ändern. Wenn ich nur mal öfter den Mund aufbekäme… würde glaub ich hier gut helfen.

Antwort an Phinik

So, liebe Phinik, jetzt bekommt dein Kommentar endlich eine Antwort.
Nein, an der Nase werde ich wohl nicht abnehmen, aber mit einem verschwundenen Doppelkinn und weniger doll hamstermäßig aussehenden Wangen wär ich auch schon recht zufrieden. Auch weiß ich, das meine Augen wieder größer wirken, wenn ich schlanker bin.

Puh ja, das wir beide kaputt sind, da hast du wohl recht. Hab ja selbst geschrieben, wir sind alle beide ziemlich psycho.
Es ist im Allgemeinen schon so, dass es mir besser geht als vor ihm. Wenn was wirklich Wichtiges ist, kann ich mich ja auf ihn verlassen.

Das mit der Nähe ist eher phasenweise. Mal ist es nicht ganz so schlimm und es stört ihn auch nicht, wenn ich dann komme und er kanns gut annehmen, manchmal ist ihm einfach alles zuviel. Und mich aufdrängen möchte ich nicht, bzw. wäre das nicht fair, denn wenn ich sowas nicht wollen würde, würde er das wohl auch respektieren.

Das mit der Zeit… wir sind ja viel gemeinsam daheim. Mir gehts mehr um Unternehmungen außerhalb. Was natürlich durch die finanzielle Lage erschwert wird, weshalb wir meist bei seiner oder meiner Family sind. Was ich meine geht mehr in die Richtung: Ausflug zu zweit oder zu dritt mit der Kleinen…

Und was den Haushalt angeht: Normalerweise arbeitet er ja. Und gestern hat er ganz toll das Wohnzimmer gemacht. Schränke wieder hingerückt und Sofa angehoben und so. In aller Regel will ich aber auch, seit er arbeitet, nicht mehr, dass er viel macht. Weil ich eben mitm Arsch daheim sitz und find, das ist dann meine Aufgabe, den Großteil zu machen. Sähe ich andersrum allerdings dann auch so, dass es seine Aufgabe wär, wenn ich die wär, die arbeitet.

Auch die Depressionen hab ich ja schon viel länger, als ich ihn kenn. Mal flammts ganz schrecklich auf, die meiste Zeit ists durch die Tabletten recht kontrolliert und ich seh auch Gutes im Leben. Man darf halt nicht vergessen, dass dieser Blog zur Ausheulstation mutiert ist – hatte ich ja angekündigt.

Und mit dem Verlassen… ja, da hat es jetzt gedauert bzw. dauert es immer noch an, das Vertrauen in ihn so zu haben wie vorher. Es ist nicht ganz einfach – aber er ist schon der Mann, mit dem ich alt werden will und das nicht ganz grundlos.

Vielleicht, bzw. höchstwahrscheinlich hast du Recht und dieser ganze Sermon gesammelt wäre was, wo andere Menschen gehen würden.
Aber ich eben nicht. So war ich aber auch noch nie. Das käm mir auch vor, als würd ichs mir zu einfach machen.
Davon ab, wie gesagt, liebe ich ihn. Sehr.

Was heißt stark? Ich weiß, was ich wie lange aushalten kann. Und ja, ich bin mir sicher, dass mein Leben mal besser wird. Heute.

Ich weiß, wie es war, nicht mehr zu funktionieren. Es ist schlimmer. Wenns dich so reinreißt, dass gar nix mehr klappt, ist das schlimm. Sehr.
Darum bin ich froh, mich mittlerweile so weit im Griff zu haben, dass mir das nicht mehr passiert. Ich weiß nicht, ob es für immer so sein wird, dass ich mich im Griff hab, aber ich bin dankbar dafür, dass es jetzt so ist.

Mit dem Leben… das ist so der Satz, der mich am meisten getroffen hat. Ich habe ja schon mal darüber geschrieben, dass ich einfach gern normal leben können würde.
Ich weiß halt nicht recht, wie das ist, weil es keine Zeit in meinem Leben gibt, wo ich sagen würde: Da hab ich einfach als ich gelebt, ohne Berechnung, ohne Funktionieren.
Das gibts für mich nicht. Ich wüsste nicht, wie das aussehen sollte… leben. Ist das überhaupt für jemanden nicht absurd, das so zu lesen?
Ich wüsste einfach nicht, wie ich das machen soll? Funktioniert man dann nicht? Wäre ich spontaner? Gefühliger (also immer, nicht nur wenn ich meine Ausbrüche hier hab)? Offener? Lebhafter?

In mir drin sind eine Grunddankbarkeit für Dach überm Kopf, Freund, Kind, Familie, Sicherheit… und eine Grundunzufriedenheit teils ziemlich am Kämpfen.
Es gibt eigentlich nur Euphorie und… das Loch. Typisch, ziemlich klischeehaft und doch kann ichs nicht besser beschreiben. Die Grauzone ist klein. Und ziemlich dunkelgrau.

Wie macht man denn etwas kaputt durch Funktionieren, dass schon kaputt ist?

Wenn du es einem Roboter erklären müsstest, wie würdest du „einfach anfangen zu LEBEN“ definieren?

Chaoskopf.

Diese Scheißstimmungsschwankungen machen mir heut das Leben zur Hölle. Eigentlich alles toll, hab ein Gewichtsziel erreicht, werd Mama die Woche noch besuchen und hab gestern ne tolle Idee für ihr Geschenk gehabt, hab nen freien Tag weil D mit L weg ist… Was ist mein verficktes PROBLEM???

 

Nun, zum Einen hatte ich gestern ziemlichen Krach mit D und das hängt mir noch nach. Aber hings mir vor n paar Stunden auch schon und da hab ich mich nicht SO gefühlt.

So hässlich und wertlos. So… nicht lebenswert. Wozu lebe ich auch? Jeder in meinem Leben würde gut ohne mich auskommen, denke ich manchmal. Klar wäre der eine oder andere traurig, aber,.. wie viel Einfluss habe ich auf die Leben um mich genommen? Bis auf L dann doch recht wenig.

Und manchmal denk ich drüber nach, mich von D zu trennen, weil ich Schiss hab, ihm nicht gut zu tun. Ich liebe ihn fast so sehr wie L, aber… manchmal denk ich, dazu müsste auch gehören, ihn vor MIR zu schützen.

Dass ich ne Belastung für Mama bin.
Und das ich sonst niemanden habe, den ich ab und an mal drücken kann. So freundschaftlich.

 

D hat im Moment wieder große Probleme mit Nähe, sogar wenn ich ihn umarme und er sagt „was ist los?“ und ich dann „ich brauch das grad einfach“ kann er sich nicht überwinden, seine Arme um mich zu legen.

Mich macht das fertig. Weil ichs brauch eben. Aber da sonst alles gut ist und es nur phasenweise SO extrem, nehm ich das so hin, auch wenns eben mal weh tut. Bei sowas… zählt der kleinste gemeinsame Nenner. Auch, wenn ich mir wünschen würde, der wär größer.

 

Über 20kg hab ich seit Februar letztes Jahr verloren und bin immer noch ein Fettkloß. Sehe nicht ein Gramm Abnahme. Klar merk ichs an Schuhen und Kleidergrößen, aber ich sehe im Spiegel noch das gleiche hässliche Hackfressengesicht, die zu vollen Lippen, die zu eng zusammenstehnden Augen, die zu hoch zeigende Nase, die abstehenden Ohren, den zu schnell fettenden Haaransatz, die frizzigen Haare, die unreine Haut, die schlechten Zähne, die zu kurzen Wimpern, die nicht gleichmäßig wachsenden Augenbrauen… und mitm Körper müssen wir gar nicht erst anfangen.

Aber n flaschen Arsch so proportional, sieht zumindest in vielen Hosen so aus. Super. Dabei dachte ich immer, mein Arsch wär als Einziges ganz ok. Also für das Gewicht und so. Klar, proportional recht klein (laut 90-60-90) müsst er ja 1,5mal so groß wie meine Taille sein und die ist knapp über 120, mein Arsch grad mal um die 150… aber ich hab mich immer gefreut. Bis ich gestern hörte, dass ich einen flachen Arsch hab. -.-

 

Der Streit mit D ging im Kaufland los… eigentlich schon Montag, als ich weinte, weil wir nie was unternehmen. Klar weiß ich, dass es geldlich nicht drinsitzt, aber gut tun würds uns doch. Und er meinte, wir gehn ja Mittwoch einkaufen, wird bestimmt lustig… scheiße wars, sind die halbe Zeit getrennt durch den Laden, haben uns drinnen nur angezickt und beim Rausgehn meinte er , er will heim laufen. Sind so 7-8km, machbar, aber nicht mit Monatseinkauf – für mich. Wer weiß, vielleicht für andere/dünnere/bessere/sportlichere Menschen.

Artete aus, ich geriet ins heulen und hab dann gesagt, ich weiß gar nicht, wieso er überhaupt mit mir zusammen ist, er schläft nicht mit mir, er umarmt mich nicht, er will nix mit mir machen, er will nicht dass ich für ihn koch (hatte er wohl nur im Streit gemeint)… nix! Und er dann so ganz lapidar, wie er eben dann ist: „Ja, dann müssmers lassen!“

 

Moah, ich weiß ja, was da für Mechanismen wirken, dass ich genauso übertrieben reagier wie er, nur in ne andere Richtung, dass wir BEIDE psycho sind… aber: hat gut wehgetan.

Zuhaus gings dann weiter… er hat nie Liebe erfahren und wie soll er dann welche geben und wissen, wie das ist! Das er keine Liebe erfahren hat, dass ist immer der Satz, den ich am Schlimmsten find. Einmal tuts mir wahnsinnig leid.

Aber zum Anderen… was tu ich denn seit Jahr und Tag?  Lieben, mit allem, was ich hab! Ich versuch die schlimmen Punkte zu ändern, rede kaum noch über Verlassensangst und Eifersucht, versuch mich hübscher anzuziehen etc etc … ich bin immer für ihn da, selbst wenn er mir n paar Minuten vorher das Herz rausreißt … nach der Trennung hab ich mich zusammengerissen, ums für alle einfach zu machen, obwohl ich gern hätt sterben wollen… ich hab ihn wiedergenommen, egal wie sehr er mich verletzt hat, immer wieder! Ich weck ihn, wenn er Alpträume hat, koch seine Lieblingsgerichte, richte meinen Tag nach ihm, er muss nix im Haushalt machen, auch nicht jetzt im Urlaub, ich bin sexuell aufgeschlossen, ich hab verfluchte 20kg abgenommen (natürlich für mich, aber schon auch, weil ich weiß, dass er schlank sexier findet!) und das war NICHT einfach!

Und es könnte NICHTS was an dieser Liebe ändern! Und er sagt, er weiß genau, dass ich ihn verlassen werd, vermutlich ziemlich bald, ohne Provokation, einfach, weil ich ihn nicht aushalten werd, weil ihn jeder verlässt… Wie lang muss ich denn noch lieben, damit er endlich glaubt, dass ich bei ihm und zu ihm steh und das IMMER?!

Klar denk ich manchmal drüber nach, wies wäre, jemand zu haben, mit dems einfacher wär… aber einfach nützt mir nix, weil ich eben D liebe und nicht das Einfache!

Davon ab hab ich noch nie jemand nach längerer Zeit verlassen… für mich steht die Liebe über allem, immer, jedem gegenüber, den ich liebe! Auch über meinem eigenen Wohlsein!  Sonst wär ich schon lang von ihm weg, eben weils manchmal so schmerzt, ihn zu lieben! Aber ich bin hier! Warum rafft der das nicht? Wir sind über 3 Jahre verlobt ist und er scheint mir immer noch nicht zu vertrauen… das macht mich so traurig! Wenn ich wenigstens wüsste, irgendwann kann ers…

 

Aber er sagte noch, er kümmere sich nur aus Pflichtbewusstsein um seine Familie (also Eltern, Geschwister, nicht L und ich)… man erwartet das, ne Frau/Freundin, n Kind, arbeiten gehen… und ja, er ist dann ganz kalt und gleichzeitig tut er mir so unheimlich leid, wie er sich auf seine gebrochene Hand stützt, um Schmerz zu fühlen, weil Schmerz nicht verwirrend ist… er meint, Liebe schwächt ihn, macht ihn angreifbar.

Und jedes Mal möcht ich seine verfickte Mutter UMBRINGEN, weil sie ihm diese Heimscheiße angetan hat! Er ist schlau und schön und innerlich wirklich toll, wenn man sich auf ihn einlassen kann, er hätte ein wundervolles, normales Leben haben können! Gut, dann hätt ich ihn nie kennen gelernt vermutlich, aber trotzdem! Ich hätts mir für ihn so gewünscht, ich HASSE diese Frau und seine ganze Familie manchmal mit so einer Inbrunst, dass ich vor mir selbst erschreck!

 

Hinterher entschuldigte er sich wieder, weil er n Arsch war, ich bekam n Kuss und der Abend war wie immer. Aber mir hängts wieder nach, weil ich ihn kenn und das für ihn schon fast n Ausbruch war, auch wenn er nicht direkt gesagt hat, ihm gehts schlecht (weil Gefühle hat er ja nicht… -.-) … ich mach mir solche Sorgen!

 

Dabei kann ich meine eigenen Depressionen schon oft kaum ertragen. Das Gute teil ich gern mit, aber das richtig Schlimme? Nein, wozu auch?! Es kann ja doch keiner ändern! Nicht einmal ich kanns und immerhin ists in MEINEM Kopf! Wenn ich wem erzählen würd, was da oft abgeht, müsst man mich einweisen!!! Aber ich kanns einschätzen, ich weiß, wie stark ich bin und wie lang ichs aushalten kann, bevor ich für mich gefährlich werden würde!

Klar hab ich Todesfantasien – obwohl ich eigentlich nicht sterben will, nur eben alles manchmal unerträglich wirkt – und klar will ich mich manchmal am liebsten so aufschneiden, dass da gar nix mehr ist außer Schmerz, aber ich würds nie TUN! Ich hab ne Verantwortung für die Leute, die ich lieb und vielleicht bedeute ich ihnen ja auch mehr, als ich wahrnehmen kann! Und deswegen bitt ich auch drum, aus diesem Blog nie ne Selbstmordabsicht oder so rauszulesen. Wenn ich das vorhätt, würd ichs so ehrlich schreiben, wie ich jetzt hier meine Seele ausbreite. Mir wär wichtig, dass ihr diese Bitte respektiert.

Wisst ihr… manchmal… da isses einfach so. Und es geht mir n bissl besser, wenn ichs so direkt und ohne Schnörkel aufschreiben kann.

 

 

Kompliziert

Mein Leben. Und ich. Wir sind beide kompliziert.

 

Im Moment eine relativ anstrengende Phasen, Schwankungen zwischen tiefstem Leid, jauchzender Freude und absoluter Emotionslosigkeit. Und alles davon ist anstrengend, auch die extreme Freude. Weil halt der tiefe Absturz immer kommt und ich mich nicht davor schützen kann.

Manchmal wär das schon toll: Luftpolsterfolie für die Seele.

 

Viel neues, viele Wünsche, viele Ideen.

Gewicht sinkt seit 10in2, bald sind die U130 fällig.
Habe viele Haushaltswünsche, zunehmen auch materielle Wünsche anderer Art. Klamotten, Filme, Unternehmungen… Kleinigkeiten, nichts Großes, Aufwändiges, Teures. Nur eine kleine Erhöhung des Standards.

 

Heute ist ein ganz guter Tag. Glaub ich jedenfalls.

Morgen machen wir Großeinkauf. Mal gucken, wie das mit Männe im Gepäck wird. Wahrscheinlich seinerseits viel Fleisch und FastFood, meinerseits viel TK-Gemüse.

Bräuchte dringend mehr Plastikdosen. Fühle mich nach „ordnen“ heute.

Part 3: Kitty Kat – Ich steh wieder auf

Ich liebe dieses Lied. Und ich höre es immer, seit ich es kenne, wenn ich mir wieder einen Aufstieg ertrotzen will. Mir versichern will, dass es geht.

Ich identifiziere mich nicht mit dem gesamten Text – auf keinen Fall. Aber eben mit einigem.

Und deswegen habe ich es oft in Momenten gehört, wo ich mich entschieden habe, einfach… weiterzumachen.

Ein etwas besserer Tag.

Heute geht es etwas besser. Auch antriebslos und irgendwie ermüdet und erschlagen, aber nicht ganz so auf mich einprügelnd. Ein wenig wie in Watte gepackt. Ich weiß, es kann mich jederzeit wieder überkommen. Das ist bei Stimmungsschwankungen eben so! Aber… ich genieße das Gedämpfte. Auch, wenn es mich natürlich auch von Euphorie usw. ein wenig abtrennt. Besser so, für heute.

 

Stress mit D löste sich dann irgendwann in Luft auf. Wir haben beide überzogen reagiert.

 

Ansonsten: Nichts Neues. Um halb 4 oder 4 bin ich eingenickt, bis 8 gepennt. Dann L mit D weggebracht, einkaufen gewesen, wieder hergekommen, Handtasche mal aufgeräumt. Teurer Einkauf – neuer Schwung Putzmittel. Aber egal, muss halt ab und an sein.

Edeka verlangt 7 Euro für ne normale Plastikhaarbürste!! Ich hab damals bei Rossman für meine mit Holzborsten grad mal 5 bezahlt. *schmoll*

 

Nachher mal die Therapeutin anrufen, die ich mir ausgeguckt habe.

Angst und Tränen.

Ich weiß nicht. Ich weiß nicht, wie ich weitermachen soll. Gerade erscheint mir einfach alles zu viel, viel zu viel. Die Wohnung erschlägt mich.

D geht es schlecht. Sehr schlecht. Und ich kann nicht helfen, komme nicht an ihn ran. Habe deswegen Schuldgefühle. Aber bin auch vorwurfsvoll, weil ich mir einfach wünschte, es wäre grad nicht so. Weil ich eigentlich gerade jemanden bräuchte, der sieht, wie es mir geht.

Aber vorhin wieder so ein dummer Streit um eine Lappalie und irgendwas klinkt aus. Bei uns beiden. Ich mutiere zum heulenden Wrack, er zur Eis-Stacheldraht-Mauer. Und ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll, was ich machen kann. Würde so gerne etwas tun, damit es ihm besser geht. Kann ich aber nicht, wenn er mich nicht lässt.
L sagte vorhin zu ihm, sie hätte gern einen anderen Papa. Sowas hat sie zu mir ähnlich auch schon gesagt. „Mama, ich hasse dich!“ „Mama, ich will dich NIE wiedersehen!“ Es trifft, es tut weh – aber letztendlich ist es die Momentaufnahme. Einer 4jährigen. Die sowas nicht ernst meint.

 

Mein Leben schlägt über mir zusammen. Meine Träume und Wünsche sind ungelebt. Wenn ich wenigstens von einer tollen Kindheit zehren könnte… aber die gab es nicht. Oder von einer amüsanten Jugend. Ach, die war nicht amüsant. Höchstens für die Leute, die mich gemobbt und ausgelacht haben. Scheiße. Scheiße, scheiße, scheiße!!!

 

Ich würde mich gern mit irgendwas trösten. Irgendwelche Skills anwenden. Aber ich kann nicht. Ich bin dazu nicht in der Lage, ich hab grad einfach nicht die Kraft dazu!!!

Der Wunsch geht von „normal leben können“ wieder mal zu „Überleben“. Meine Phantasien nicht wahrmachen. Dem nicht zu entfliehen, sondern auszuhalten, was mich flutet und alles Glück aus mir herausreißt. Ich kämpfe an so verschissen vielen Fronten, dass es für ein Drama zu unrealistisch wäre. Wohnung, Beziehung, Schule, Gewicht, Familie, Gesundheit… und der Rattenschwanz Psyche.

Aber ich bin auch nicht feige genug, wieder mal aufzugeben und zu versuchen, dem ein Ende zu setzen. Nicht einmal stark genug, es zu planen. Was sicher auf eine Weise gut ist, aber im Moment tut einfach wieder jeder Tag so unendlich weh. Wie soll man das jemandem beschreiben, der es nie erlebt hat?! Diese Mischung aus „wie paralysiert sein“ und „ständiger Schmerz“… Das es immer dann zuschlägt, wenn man gerade meint, sich zu erholen… das es niemals, niemals, niemals gut wird.

 
Wie soll man jemandem erklären, was es bedeutet, wenn jemand zu dir sagt: „Da musst du nun für immer mit leben.“ Ich bin hirn-kaputt. Super. Das ist doch wirklich ermutigend. Ich habe dem mal den Kampf angesagt, aber was macht man, wenn zwischendurch der Akku einfach leer ist?

Ich habe mich entschlossen, mich um einen Therapieplatz zu bemühen. Ich hoffe, es hilft. Ich hoffe, ich habe Glück und es geht schnell, dass ich einen finde.

 

Weil ich im Moment wieder in einer Phase bin, wo ich nicht sicher sagen kann, dass die Aussicht auf irgendwas reicht. Das ich mich bis dahin überlebe. Manchmal möchte ich mir diesen Scheißschädel aufschneiden und den Teil des Gehirns rauskratzen, der mir das Leben zur Hölle macht.

 

Ich will doch einfach nur… leben können. Normal oder nicht. Aber einfach nur sicher sein, dass ich nicht so kaputt bin, dass ich Angst vor mir haben muss.

 

Bitte…. liebes Universum… mehr will ich nicht. Und das wär mir durchaus die eine oder andere Gliedmaße wert.